Die schöpferische Realität der Aufmerksamkeit

 

Dem ersten Moment die Chance geben sich zu entfalten

 

Rückblick auf die Menschenbetrachtung mit Alexander Schaumann, Bochum

22. – 23. Februar 2019 in Überlingen

 

Mit Aufmerksamkeit begleitet und geführt von den Fragen Alexander Schaumanns begaben wir uns in sich öffnende Räume. Erlebten wir, wie seelische Eindrücke zu objektiv Erlebtem wurde.

Begriffe sich bildeten.

Wir gingen in Resonanz um zu erfahren, wie sich das, was wir tatsächlich sehen, zum seelischen Eindruck, den das Gesehene in uns hinterläßt, verhält.

Und welche Rolle spielt dabei die Zeit ?

Mit Fragen, die den Raum öffnen, blieben wir lange Zeit in der Aufmerksamkeit. „Was haben Sie gesehen ?“, um das Wesen im Blick, in der Gestik oder dem Gang eines Teilnehmers zu erkennen, ihm sich anzunähern.

In diesen sensiblen Prozess begaben wir uns. Schenkten Aufmerksamkeit und betrachteten mit Wohlwollen.

Die Frage: “ Was ist das Wesen ?“ wandelte Alexander Schaumann in die Frage : “ Woran erkennt man denn das Wesen ?“

Dieses Wochenende ermöglichte uns, sich dieser Frage zu nähern. Sich über die Gesten betrachtend aus der Erinnerung anzunähern. In Aufmerksamkeit dabei zu sein. Etwas zu geben und dabei den seelischen als auch den ätherischen Vorgang im inneren Bild und Begriff entstehen zu lassen.

Denn:“ Wenn Sie nicht wissen, wie Sie etwas ausdrücken sollen, dann haben Sie etwas gesehen !“

 

„Dann denkt man, man muss

die Seele so leer machen,

dass die Farbe spricht.

Versucht das nicht.

Versucht das Interesse so stark

zu machen, dass die

Farbe spricht.“

Gerhard Wagner

Das Besondere dieses Wochenendes war auch das 10jährige Jubiläum der Extrakurse. Mit Kerzen, Kuchen und Kaffee wurde dieses Fest mit Aufmerksamkeit begangen.

Tanja Rall