Seminarinhalt – Vom hörenden Sehen zum sehenden Hören

Vom hörenden Sehen zum sehenden Hören – von der Ich-Gestalt zum Seelenraum

Menschenbetrachtung mit Alexander Schaumann

13. und 14. März 2020

von Freitag 15 Uhr bis Samstag 18 Uhr

Tübinger Freie Waldorfschule

Zum sechsten Mal wird im Rahmen der Extrakurse eine Menschenbetrachtung stattfinden und unsere Einladung geht gleichermaßen an „alte Hasen“ wie an alle, die neu hinzukommen möchten!

Wie reiht sich dieses Thema ein in unsere Fortbildungsveranstaltungen, die, basierend auf der Menschenkunde Rudolf Steiners, ein Forum für FörderlehrerInnen, aber auch Klassen- und FachlehrerInnen bieten wollen?

Die Menschenbetrachtung ist zunächst eine Wahrnehmungsübung und bietet darüberhinaus noch zahlreiche weitere Schätze an: die achtsame Sprache, die beim Beschreiben des Modells entsteht, die gemeinsam erzeugte Aufmerksamkeit, das gestärkte Vertrauen in die eigene Beobachtung u.v.m. sind Qualitäten, die uns bereichert und gestärkt aus einer Menschenbetrachtung hervorgehen lassen und die in einem feinen Sinn im pädagogischen Alltag wirksam werden können.

Alexander Schaumann schreibt zum bevorstehenden Seminar:

Wollen wir helfend und fördernd auf Menschen eingehen, sind wir auf ein Verstehen des anderen Menschen angewiesen. Meist wird versucht, das Fehlende zu diagnostizieren und zu ersetzen. Viel praktiziert, selten jedoch hinterfragt, spielt aber auch etwas ganz anderes ein Rolle: die spirituelle Realität der Zuwendung. Mit Hilfe unserer Aufmerksamkeit schaffen wir einen Raum, in dem Entwicklung möglich wird. Es entsteht ein Raum der Bejahung, der verborgene Kräfte hervorlockt. Voller Erstaunen können wir erleben, wie Verdrängtes und Blockiertes hervortritt und sich in den Strom des Lernens und Entwickelns eingliedert.

Kann man das üben? Die Menschenbetrachtung ist eine Gelegenheit dazu. Im geduldigen Gespräch heben wir ins Bewusstsein, was ohnehin immer geschieht, nur zu schnell, um es zu würdigen. Wir beschreiben die äußere Erscheinung und erfahren dabei, was Zuwendung heißt: ohne selbst ein Wort zu sagen, fühlt sich unser Modell „gesehen“. Es geht nicht nur um eine Wahrnehmungsschulung, sondern um das Schaffen eines Raumes, in dem, was ist, auch sein darf. Schauen wir auf den Gang eines Menschen oder auf seinen Blick, steht seine Aktivität im Vordergrund. Es ist die Aktivität seines Ich, die den Fuß auf den Boden setzt oder den Blick auf das Gegenüber richtet. Wie sie oder er das tut, ist Gegenstand der Beschreibung. Es ist aber auch möglich auf die Stimme zu achten. Das Modell erzählt etwas, eine kleine Geschichte oder von einer nicht weiter bedeutenden Begebenheit und wir achten nicht auf den Inhalt, sondern auf Klang und Melodie. Was erfahren wir in einer solchen Situation? Mit dem Verlagern der Aufmerksamkeit vom Sichtbaren zum Hörbaren tritt ein neuer Bereich des Menschseins in Erscheinung. Dieser Übergang soll Gegenstand des Üb-Wochenendes sein.

 

Veranstaltungsort: Tübinger Freie Waldorfschule

Termin: 13. und 14. März 2020 (Beginn: Freitag 15 Uhr / Ende: Samstag 18 Uhr)

Teilnahmebeitrag: 110 € –  Frühbucherrabatt für Überweisungen bis zum 14. Februar 2020: 100 € (Eingangsdatum der Zahlung auf dem ExtraKurse-Konto)

Anmeldung: Mit dem Eingang des Betrags auf dem Konto von ExtraKurse GbR plus schriftlicher Anmeldung ist der Platz reserviert. Die Kontodaten werden nach dem Eingang der Anmeldungsmail zur Verfügung gestellt.

Anmeldeschluss: 6. März 2020

Interessierte Klassen-/FachlehrerInnen sind uns herzlich willkommen

 

Das traditionsgemäße gemeinsame Abendessen am Freitag ist in der nahegelegenen Pizzeria möglich. Dieses Zusammensein bietet Raum für persönliche Begegnungen und weiterführenden Informationsaustausch. Weitere Restaurants der Umgebung hängen wir am Seminartag schriftlich aus.

Übernachtungsmöglichkeiten finden Sie hier. Bitte buchen Sie diese selbst. Hinweis: Die Übernachtungen in der Tübinger Jugendherberge sind sehr beliebt, daher ist eine frühzeitige Buchung angeraten.

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